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O R T S G R U P P E    H A M E R N

wsk_hamernHamern wird unter dem Namen Hermannus de Hatmeroyde in einer Urkunde des Jahres 1303 zum ersten Mal erwähnt. Wir können jedoch davon ausgehen, dass Hamern als Einzelgehöft auf eine frühere Zeit zurückgeht. Die Orte auf rath, rode endend, sind in unserer Gegend durch eine Rodung im 12. Jahrhundert entstanden. In mehreren Urkunden aus den Jahren 1300 bis 1600 wird Hamern als Hamrath oder in sieben anderen Schreibweisen erwähnt. Das erste offizielle Einwohnerverzeichnis ist vom Jahre 1703, darin werden 14 „Behausungen“ mit insgesamt 63 Einwohnern aufgeführt. Hamern hat sich genau wie Rönneter, Beltinghoven und Venn nur langsam entwickelt. 100 Jahre später, um 1800 war Hamern nur um 8 Häuser angewachsen.


Durch die Industrialisierung, Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, wuchs Hamern stark an. Doch dadurch, dass nach dem 2. Weltkriege die letzten Bauern aufgaben, wurde Bauland frei und Hamern wurde ein begehrtes Baugebiet. Es mussten neue Straßen gezogen werden, so dass heute zu Hamern 11 Straßen gehören und die Einwohnerzahl wohl bei 3000  liegt.


Die Hamener Bürger haben sich schon in Früheren Zeiten für das Bruderschafts-leben interessiert. Bis zum Beitritt Hamerns zur Pfarre Venn gehörten Sie der Bruderschaft Waldhausen an, die zur Hauptpfarre Mönchengladbach zählte. Heute ist der Ortsteil Hamern mit 143 Mitgliedern in der St. Josef Bruderschaft Venn vertreten, von denen sich 95 aktiv in fünf Gruppen im Brauchtum unter das Motto „Glaube, Sitte, Heimat“ stellen.


Bei den traditionellen Umzügen zum Volks- und Heimatfest trägt Hamern aktiv zur Verschönerung der Umzüge bei. Nicht mehr wegzudenken an den Festtagen ist die Kutsche von unserem Mitglied Helmut Vinzens, der jedes Jahr die Jubilare durch die prachtvoll geschmückten Strassen fährt. Hamern ist auch jedes Jahr mit einem Blumenhorn im Zuge und bei den Paraden vertreten.


Wenn Schützenfeste anderer Bruderschaften, oder der Besuch des Stadtschützenfestes ansteht, stellt die Honschaft eine der größten Abordnungen, so dass es oft schon zum Pokal der Rheinischen Post für die größte Abordnung für Venn gereicht hat.


Auch wenn außerhalb der Ortschaft Hand angelegt werden muss sind unsere Bruderschaftler stets präsent. Der Aufbau des Gildenbaumes oder die Planierung des Festplatzes bei Regengüssen zum Volks- und Heimatfest sind nur beispielhaft erwähnt. Ebenso halfen Bruderschaftler bei der Erstellung der Gedenktafeln an der Venner Pfarrkirche, sowie bei der Errichtung der Kapelle auf dem Friedhof.


Immer zahlreich ist Hamern an der Nachtwallfahrt zum Marienheiligtum nach Hehn vertreten, die jedes Jahr während der Fastenzeit stattfindet.


Um dem Ortskönig, der in jedem Jahr neu durch einen Wettkampf am Schießstand ermittelt wird, ein würdiges Fest zu bieten, holt die Honschaft jedes Jahr einen neuen Köngsmai im Hardter Wald, der individuell auf die Majestät zugeschnitten ist. Dieser Ausflug der Honschaft ist schon seit langem zur Tradition geworden, an dem mit wachsender Begeisterung teilgenommen wird.


Des öfteren stellte die Honschaft Hamern den König und den Jungkönig, oder den Schülerprinzen der Bruderschaft. Beispielhaft erwähnt seien hier die Namen der Könige: Mathias Corres, Heiner Bolten, Hans de Fries, Albert Corres, Theo Drehkopf, Josef Corres, Robert Fooßen, Helmut Vinzens und aktuell Joachim Loesch. Jungkönige: u.a. P. Vinzens, Th. Raßmanns, A. Novy und für 2002 F. Roemgens.

Schülerprinz: u.a. F. Eggen, sowie auch Ritter der Schülerprinzen.


Die Bruderschaft im Ortsteil Hamern engagiert sich schon immer für soziale Einrichtungen im ganzen Stadtgebiet, so dass jedes Jahr eine Spende an eine soziale Einrichtung erfolgen kann. Das soziale Engagement zeigt sich auch, dass seit Jahren Bruderschaftler den Altennachmittag zu Weihnachten besuchen und die älteren Teilnehmer mit einem kleinen Präsent beschenken. Des Weiteren denkt die Honschaft Hamern an die Witwen der verstorbenen Mitglieder, die zu Weihnachten mit einem kleinen Präsent besucht werden.


Immer wenn in der Ortschaft Hamern etwas zu bewegen gilt, sind die Bruderschaftler vorne dabei und krempeln die Arme hoch.


1935 wurde der St. Martinsverein Hamern, der ursprünglich Bestandteil der Notgemeinschaft Hamern war, eigenständig. Er wurde 1938 als christliche Einrichtung verboten. Seit 1948 wurden wieder Sammlungen und Martinszüge durchgeführt. Seit diesen Jahren stellten sich Bruderschaftler des Ortsteiles aktiv an die Seite des St. Martinsvereines, um den Kindern der wachsenden Ortschaft ein schönes Martinsfest bieten zu können.


Als 1982 das alte Dorfkreuz in Düsseldorf entdeckt wurde, halfen Mitglieder der Bruderschaft, in Verbindung mit der Dorfgemeinschaft, bei der Rückführung und trugen aktiv zur Erneuerung  des Platzes in der Dorfmitte. Bei der Einweihung im Jahre 1984 und bei den großen Dorffesten mit den damit verbundenen Umzügen in den Jahren 1988 und 1992 wirkten die Bruderschaftler aktiv mit.


Die Honschaft richtet in jedem Jahr ein schönes Oktoberfest aus, zu dem immer viele Gäste finden. Auf den Oktoberfesten steht Tanzen, Hexen und Verlosungen im Mittelpunkt, damit das Fest nie langweilig wird.

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