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Ortsgeschichte Rönneter PDF Drucken

O r t s g e s c h i c h t e    R ö n n e t e r

Erste Ausgrabungsspuren belegen, dass der Ort bereits zur Jungsteinzeit als Lager- oder Jagdplatz benutzt wurde. Sperrsteinspitzen und Schlagsteine belegen, dass Menschen der „Bandkeramik“ - Kulturform bereits vor 5000 Jahren im Rönneter gewesen sind. Ehemals auf dem Gelände des heutigen GHTC-Sportgeländes und der alten Sandgrube daneben gefundene bronzezeitliche Gräber sind die nächste Besiedlungsspur. (*1) (In Größe und Ausmaß aber nicht mit den Gräbern im Hardter Wald zu vergleichen, wohl in der Epoche).

Der Name Rönneter leitet sich aus „Rinn-Mörter“ ab. Unter „Mörter“ verstand man eine auf einer Anhöhe gelegenen Vertiefung mit stehendem Gewässer. (Venn oder Vinne, Veen, Fenn deutet auf ein Sumpfgebiet hin und somit diene wohl die Vertiefung im Rönneter eine Ablaufrinne für das Brackwasser) (Eburonen die zu dieser Zeit hier gesiedelt haben, müssen den germanischen Namen für den Ortsteil gegeben haben.) (*2) Nach der völligen Niederlage der Eburonen gegen die Römer lassen sich lange keine direkten Daten auf Rönneter beziehen. So wird von 1183 bis 1190 ein Heinrich von Rönneter als Lehnsherr genannt. 1225 erwarb die Neuwerker Nonne Hildswindis von Gripekoven zwölf Morgen Land von Godescalus von Rönneter, welcher dieser mit Zustimmung Abt Gerhards von Gladbach, zu dessen Kirche das Land gehörte, für 2 Mark verkaufte. Godescalus und seine Erben sollten dafür einen Jahreszins von 2 Schilling an das Kloster Neuwerk zahlen. (*3)

1312 erfährt man, dass die Abtei von Gladbach in Rönneter Lehnsgüter besaß, einen Hof mit 31 Morgen Ackerland, für den sie einen Jahreszins von 6 Schilling verlangte. (*4) Im 17./18. Jh. waren viele Bewohner der Ortschaft in der Stadt Gladbach als Weber für die bekannten Gladbacher Tuchhäuser tätig und arbeiteten zumeist noch innerhalb der Stadtmauern. Erst später standen die Webstühle in den Stuben der Leute. (*5)

Spuren von einem Vorgängerbau der Kapelle wurden bis jetzt noch nicht gefunden. Wenn, muss die Kapelle nach 1888 gebaut worden sein, da laut der Karte“ Das Decanat M. Gladbach (1888) von Dr. P. Norrenberg keine Eintragung zeigt. (Heiligenpesch Winkeln usw. sind aber eingetragen).Auch Fotographien der Zeit 1899 /1910 zeigen keine näheren Angaben.

*1 Nach „Loga Desiderata“ Band 1
*2 Nach „Unsere Heimat“ von 1926
*3 Klosterunterlagen Neuwerk U1=U Gladbach 1, Nr. 71, S. 37f.)
*4 Abtei Gladbach U55=UB Gladbach 1, Nr. 168, S. 112)
*5 Siehe auch „Das Findelkind von Gladbach


 
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