
Mönchengladbach (RP). Venn Ganz am Ende bekam Thomas Raßmanns noch jugendliche Unterstützung. Die Nichte Amelie begleitete den König der St. Josef Bruderschaft Venn nach der Parade auf dem Weg ins Festzelt.
An Nachwuchs mangelte es den Venner Schützen bei ihrem Volks- und Heimatfest generell nicht. Der jüngste Teilnehmer war gerade drei Jahre alt und bereits vom Großvater mit einer Uniform ausgestattet. "Wir können sehr froh sein, dass dank der Jugend der Fortbestand unserer Bruderschaft gesichert ist", sagte Vizepräsident Hans Riethmacher, der nach der Parade ein positives Fazit zog.
Viele Zuschauer
"Wir hatten wie immer bestes Wetter, viele Zuschauer und mit Lutz Hueber einen neuen Hauptmann, der mit seinen Adjutanten die Sache voll im Griff gehabt hat", sagte Riethmacher. Eine Seltenheit ist dagegen, dass in diesem Jahr mit dem König Raßmanns, dem Jungkönig André Reinhard und dem Schülerprinzen Sebastian Corres der gesamte bruderschaftliche Adel aus einer Honschaft kommt.
"Die Honschaft Hamern war eben beim letzten Vogelschuss sehr treffsicher. Dort sind zwischen 80 und 100 Schützen aktiv, und alle ziehen an einem Strang", sagte Riethmacher. Für den König war diese Konstellation nicht von Nachteil. So gaben sich die Mitglieder aus Hamern besondere Mühe beim Schmücken der Königsresidenz. "Es ist alles schon etwas ganz besonderes", sagt Raßmanns, für den sich mit der Königswürde der Kreis schloss.
"Das wird der Höhepunkt"
Bereits im Jahr 2000 hatte er als amtierender Jungkönig angekündigt, noch vor der Vollendung seines 30. Lebensjahres König in Venn zu werden. Nun ging der Traum für ihn in Erfüllung. "Ich freue mich jetzt noch ganz besonders auf den Großen Zapfenstreich. Das wird der Höhepunkt", sagte Raßmanns.
Für manch anderen wird es dagegen heute Mittag ernst. Um 11 Uhr wird beim Vogelschuss der Jungkönig und gegen 12 Uhr der nächste König in Venn ermittelt. "Die anderen Honschaften hatten dieses Jahr etwas Ruhe. Aber die Bewerber haben sich schon in Stellung gebracht", sagte Riethmacher.